Ist die Japanische Justiz auf einem Auge blind?

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Ist die Japanische Justiz
auf einem Auge blind?

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 Freedom

Wien/Tokio 17.03.2013 Menschenrechtsorganisationen und NGOs sind empört über die Nachlässigkeit der japanischen Behörden bezüglich der Strafverfolgung von schweren Vergehen – Gewaltanwendung und Entführung von Gläubigen, wobei 80% der Opfer Frauen sind. Die Menschenrechtsaktivisten schickten einen Offenen Brief an den japanischen Premierminister, Justizminister, an Parlamentsabgeordnete, den Generalstaatsanwalt und die Nationale Polizeibehörde mit der Aufforderung, endlich eine öffentliche Untersuchung einzuleiten.

Human Rights Without Frontiers International, das Forum for Religious Freedom Europe, das Central European Religious Freedom Institute, das Institute on Religion & Public Policy (USA) u.a. drückten in ihrem Offenen Brief tiefe Betroffenheit darüber aus, dass die japanischen Behörden rein gar nichts unternehmen, obwohl in den letzten Jahrzehnten tausende, vornehmlich weibliche Staatsangehörige gewaltsam entführt und gegen ihren Willen an geheimen Orten festgehalten wurden bzw. werden. Die Opfer werden monatelang, manchmal jahrelang ihrer Freiheit beraubt und physisch misshandelt. Manche sind Hunger und Folter ausgesetzt, damit sie ihrem Glauben abschwören.

Das Versagen des Staates, die Bürger/innen vor solchen Verbrechen zu beschützen, sei eine grobe Verletzung ihrer durch die japanische Verfassung garantierten Rechte sowie der internationalen Menschenrechte. Japan habe doch den von der UNO verabschiedeten “Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte” unterschrieben. Angesichts dessen, dass  80% der Leidtragenden Frauen sind, wird auch ein andere Verpflichtung eingemahnt – das von der UNO Generalversammlung verabschiedete “Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau”. Die Versäumnisse der japanischen Behörden wurden bereits mit Beamten der UNO sowie der US Regierung erörtert.  Japans Reputation könnte ernsthaft in Misskredit kommen.

Die unabhängige NGO Human Rights Without Frontiers International  hat eine wissenschaftliche Studie über die Vorfälle veröffentlicht. Darin wird zweifelsfrei belegt, dass grobe Menschenrechtsverletzungen stattgefunden haben und noch immer stattfinden (*). In ihrem Bericht “Entführung und Freiheitsberaubung als Mittel  um einen religiösen Gesinnungswandel herbeizuführen” dokumentiert Human Rights Without Frontiers, auf welche Weise  Mitglieder von religiösen Minderheiten von ihren Familien gewaltsam festgehalten werden und von Familienmitgliedern und professionellen Glaubensbrechern unter Druck gesetzt werden. Die Opfer sind meist junge, gebildete Frauen, welche religiösen Gemeinschaften wie der Vereinigungskirche oder den Zeugen Jehovas beigetreten sind.

unification_church_carp_relViele Jahre lang  haben die Opfer versucht, ihre Peiniger für deren Verbrechen vor den Richter zu bringen. Bis heute haben die Staatsanwälte selbst Fälle mit  klarer Beweislage, dass es sich tatsächlich um ein Verbrechen handelt, schlicht ignoriert. Bei keinem einzigen Fall wurde die Strafverfolgung aufgenommen! Das Ergebnis ist, dass die Missetäter mit zunehmender Frechheit ihre (gewinnbringenden) Aktivitäten fortsetzen und immer mehr Verbrechen begehen.

Die unterzeichneten Menschenrechtsaktivisten sind erbost.
Ihre Forderungen:

  • “Wir ersuchen die für den Schutz aller Japanerinnen und Japaner zuständigen Behörden, endlich die notwendigen Schritte zu unternehmen, die Entführungen zu stoppen und die begangenen Vergehen entsprechend zu ahnden!
  • Wir fordern das Parlament auf, eine öffentliche Anhörung abzuhalten und die Wahrheit an den Tag zu bringen! Wir ersuchen die Justiz und die Nationale Polizeibehörde, endlich eine  unabhängige interne Untersuchung aller Vorfälle, welche bis dato vernachlässigt wurden, aufzunehmen und effizient weiterzuverfolgen!
  • Wir ersuchen die japanische Polizei und Justiz, die Öffentlichkeit  darüber zu informieren, welche Schritte unternommen bzw. nicht unternommen werden dürfen, was die religiöse Glaubenszugehörigkeit ihrer volljährigen Kinder betrifft-  und zwar der japanischen Gesetzeslage und den internationalen Standards für Menschenrechte entsprechend.”

Willy Fautré, Direktor, Human Rights Without Frontiers Int’l (Belgien)

Dr. Christian Brünner, Präsident, FOREF Europa (Österreich)

Jura Nanuk, Gründer, Central European Religious Freedom Institute (Ungarn)

Hans Nood, Direktor, Gerard Noodt Foundation for Freedom of Religion or Belief (Holland)

Dr. Antonio Stango, Direktor, Helsinki Committee (Italien)

Dr. Aaron Rhodes, Ehem. Direktor, International Helsinki Federation (Deutschland)

Ion Manole, Direktor, Promo-Lex (Moldavien)

Joe Grieboski, Direktor, Institute on Religion & Public Policy (USA)

Ichiko Sudo, Human Rights & Women’s Dignity Representative for Women’s Federation for World Peace (USA)

Kathryn Cameron Porter, Präsident, Leadership Council for Human Rights (USA)

(*) Der Bericht zum Download hier: http://www.hrwf.org


FOREF Europa: Digitale Pressemappe (APA)

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